Steinmetzmeister Erich Reichl

Verleihung Sozialoskar 2006
Am 10. Oktober 2006 wurden - bereits zum 8. Mal, in den Räumlichkeiten der Salzburger Residenz, vom Arbeitstrainingszentrum (ATZ) - promente austria vierzehn verschiedenen Unternehmen für ihr besonders hohes soziales Engagement und ihre integrative Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen der Sozialoskar 2006 überreicht.


Auszug aus der Laudatio Sozialoskar
[…] Wir haben eine Firma nominiert, die seit 15 Jahren in Salzburg ansässig ist und in ihrer Branche schon einige Preise gewonnen hat.
Jeder, der Salzburg mit offenen Augen betrachtet, kann Dinge sehen, die von diesem Unternehmen verbessert wurden und /oder durch deren Arbeit wieder in neuem Glanz erstrahlen konnten.
[…] Man kann also behaupten, dass das nominierte Unternehmen mit seinen 10 Mitarbeitern ein Stück zur Verbesserung und Veränderung beiträgt, wenn auch nicht in der Welt, dann doch zumindest in Salzburg und eben auch in dem Leben eines von uns betreuten Klienten.
Der gelernte Steinmetz, der an einer Schizophrenie erkrankt ist und auch eine geraume Zeit in der Justizanstalt verbrachte fand hier Arbeit und Menschen, die den Gedanken der Reintegration unterstützen.
Als ich anlässlich der Nominierung Kontakt mit dem Unternehmer aufnahm, hörte ich am anderen Ende der Leitung nur ein: „Warum denn einen Sozialoskar? Ich  habe doch nur einen fleißigen Arbeiter eingestellt!“ Diese Reaktion hat unserem Team klar gezeigt, dass die von uns getroffene Nominierung die Richtige ist!
Auch aufgrund der Unterstützung des Arbeitgebers ist es unserem Klienten nunmehr gelungen wieder ein selbständiges Leben zu führen, außerhalb unserer Einrichtung in  einer Wohnung, mit Arbeit und Menschen um sich herum, bei denen er sich geschätzt und aufgehoben fühlt.
Dafür danken wir sehr herzlich und vergeben den Sozialoskar an die Fa. Reichl.